Gefährliche Abfälle

Seit dem 1. April 2010 ist nach der deutschen Nachweisverordnung das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) das zwingend vorgeschriebene Verfahren zur Abfall­nachweisführung für gefährliche Abfälle.

Die Daten der Entsorgungsnachweise und Begleitscheine werden mit qualifizierter elektronischer Signatur erstellt und übermittelt. Zur Teilnahme am eANV sind verpflichtet:
  • gewerbliche Abfallerzeuger gemäß § 2 NachweisV grundsätzlich verpflich­tet, wenn mehr als insgesamt 2 t gefährlicher Abfälle/Jahr anfallen
  • Transporteur/Einsammler gefährlicher Abfälle
  • Entsorger/Verwerter
soweit sie gemäß § 43 und § 44 Krw-/AbfG zur Führung von Entsorgungsnachweisen verpflichtet sind. Zusätzlich wird bei der Anlieferung auf den Anlagen der ZVA-Be­gleitschein in Schriftform benötigt.

Gefährliche Abfälle zur Beseitigung

Für gefährliche Abfälle zur Beseitigung werden nach der Nachweisverordnung fol­gende Un­terlagen für gewerbliche Anlieferungen benötigt:
  1. Entsorgungsnachweis, gegebenenfalls mit Deklarationsanalyse (nach § 3 NachwV vom 20. Okt. 2006)
    • mit e-Signatur des Abfallerzeugers (Verantwortliche Erklärung)
    • mit e-Signatur und interner Nummer der ZVA-Geschäftsstelle (Annahmeerklärung)
    • mit e-Signatur des Bayer. Landesamtes für Umweltschutz (Behördenbestätigung) Nicht beim privilegierten Verfahren nach § 7 der NachweisV
  2. E-Begleitschein für gefährliche Abfälle zur Beseitigung,
    vollständig ausgefüllt, mit e-Signatur des Erzeugers und des Beförderers
  3. Begleitschein des ZVA,
    vollständig ausgefüllt, mit Unterschrift des Erzeugers und des Beförderers